Häuser für Orissa PDF Drucken E-Mail

Unsere Bodanrückgemeinden sind freundschaftlich verbunden mit Raphael Cheenath SVD, dem Erzbischof von Cuttack-Bhubaneswar im indischen Bundesstaat Orissa. Bei Christenverfolgungen in seiner Heimat wurden 2007 und 2008 zahlreiche Menschen verletzt oder getötet und große Teile der kirchlichen Infrastruktur zerstört. Zum Weihnachtsfest 2007 begann ein Mob radikaler Hindus mit gezielten Angriffen gegen Christen und zerstörte die Häuser hunderter Christen. Diese Welle der Gewalt hielt mehrere Wochen an, dann herrschte einige Monate lang Ruhe, bis sie im August 2008 erneut aufkeimte. Wieder kam es zu Angriffen, Zerstörungen, Vergewaltigungen und Plünderungen.

Erzbischof Raphael Cheenath schreibt:

Die Angriffe in den Monaten August, September und Oktober 2008 in der Kandhamal Region von Orissa werden als die schlimmsten Übergriffe auf Christen und Adivasi in der Geschichte des Landes angesehen. Offizielle Stellen sprechen von 32 ermordeten Menschen. Unabhängige Stellen schätzen jedoch, dass die Zahl der Getöteten wesentlich höher liegt und noch wesentlich höher bei den Verletzten. Über 5.000 Häuser, über 90 Kirchen und kirchliche Einrichtungen wurden zerstört. Besitz im Wert von mehreren Millionen Rupien wurde vernichtet. Über 25.000 Flüchtlinge wurden unmittelbar nach den Übergriffen in 18 Flüchtlingslagern untergebracht.

Statistische Angaben:

  • 50.000 Flüchtlinge
  • 24.000 Flüchtlinge in Lagern
  • 75-118 ermordete Christen
  • 1.800 Verletzte
  • 12 verprügelte Priester
  • 3 vergewaltigte Frauen (inklusive einer religiösen Schwester)
  • 214 zerstörte Kirchen / Kapellen
  • 8 zerstörte Klöster
  • 8 zerstörte Pfarrhäuser
  • 12 zerstörte andere Institutionen
  • 27 gestohlene oder zerstörte Fahrräder
  • 123 zerstörte christliche Läden
  • 5.000 in 293 Dörfern zerstörte Häuser

Die Regierung von Orissa hat seit August allein die Hilfe für die Opfer organisiert. Die örtlichen Gesetze hatten zivilen Hilfsorganisationen untersagt, direkte und unmittelbare Hilfe zu leisten.

Wie eine kürzlich durchgeführte Untersuchung ergeben hat, führte die mangelhafte, unzureichende und unpünktliche Verteilung der Hilfsgüter der Regierung dazu, dass nach wie vor viele Familien in Lagern und zerstörten Dörfern ums Überleben kämpfen.
Nachdem jetzt der Zugang erlaubt ist, ist  es der Kirche möglich, zusammen mit religiösen Gruppen, internationalen Verbänden und demokratischen Organisationen das Elend zu lindern.

Wie können wir den Christen in Indien nach der Verfolgung jetzt helfen?

Erzbischof Cheenath schreibt:

Hilfe ist in Orissa nach wie vor dringend nötig. Nach den Angriffen im August hatte sich zunächst die Regierung neun Monate lang um die Opfer gekümmert. Diese benötigen aber weiterhin Hilfe in vielerlei Hinsicht wie beispielsweise Materialbeschaffung, Unterkünfte, medizinische Versorgung, juristischer Hilfe und psychologischer Betreuung.

Das Wichtigste ist es im Moment, den Menschen ein dach über dem Kopf zu verschaffen. Zusammen mit anderen christlichen Organisationen hat die Erzdiözese verschiedene Ausschüsse ins Leben gerufen, um das Projekt Hausbau nach vielen Gesprächen mit ökumenischen Gruppen, Nicht-Regierungs-Organisationen und anderen Institutionen zu starten.

Im Einzelnen:

Gesamtkosten eines Hauses 1.361 €

Regierungsbeitrag:
- für ein komplett zerstörtes Haus   800 €
- für ein teilweise zerstörtes Haus   333 €

Beitrag der Kirche
(Beitrag der Menschen)   500 €

Mit 500 gespendeten Euro und dem Beitrag der Regierung kann ein Haus für eines der Opfer gebaut werden.
Wenn die Mittel bereitstehen, hofft Erzbischof Cheenath 5.000 Häuser bauen zu können.

 


Grundriss für das vorgeschlagene kostengünstige Haus im KHANDHAMAL DISTRICT, ORISSA

Falls Sie Bischof Cheenath unterstützen wollen, können Sie eine Spende über die Steyler Mission St. Augustin überweisen:

Steyler Mission, Cheenath/Indien/Hausbau
BLZ 386 215 00, Konto Nr. 11 009
(Steyler Bank in St. Augustin)

Sie können auch ihre Spende in den Kath. Pfarrbüros St. Verena, St. Nikolaus oder St. Peter und Paul abgeben. Diese werden durch den Ortspfarrer an Erzbischof Cheenath /Indien/Hausbau weitergeleitet.

Mit einem besonderen Vergelt´s Gott
von Raphael Cheenath, Erzbischof von  Cutback-Bhubeneswar für ihre Hilfe

Pfarrer Bernd Zimmermann
 

Die nachfolgenden Bilder aus der DVD "Freedom in fetters" vom Centre for Peace, Justice and Cultural Harmony in Orissa zeigen die Zerstörungen.

 

 

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