Rückblick 2009

Altenwerk St. Peter und Paul

Seit mehr als 30 Jahren besteht in Litzelstetten das Altenwerk, gegründet durch Pfarrer Hubert Buhl. Zuerst bei der Familie Frei im umgebauten Stall. Als dann unser Gemeindehaus gebaut wurde, fanden alle Gruppierungen der Pfarrei dort eine Heimat. Nach August und Veronika Riedle leitete lange Jahre Frau Theresia Riedle das Altenwerk. Bis nach ihrem Tode ganz überraschend die Leitung an mich, Hannelore Huber, überging. Dieses sind nun bereits 17 Jahre. Anfangs war es nicht leicht, aber mit der Zeit fand ich mich in mein Amt und es machte mir auch immer Spaß. An dieser Stelle möchte ich den Senioren auch einmal danken, die mir die ganze Zeit über immer treu waren. Als katholisches Altenwerk waren wir aber auch immer offen für Menschen aus anderen Konfessionen, sie waren immer alle herzlich willkommen. Leider ist es im Altenwerk aber ja auch so, dass  durch Krankheit und Tod uns viele schon verlassen mussten. Ihrer gedenken wir auch immer wieder im Gottesdienst.

Ganz treue Seelen habe ich aber auch in meinem Arbeitsteam, das für gedeckte Tische sorgt, Kaffee und Kuchen ausgibt, Laugenseelen richtet, Getränke ausschenkt und die Küche wieder auf Vordermann bringt. Diesem wieder einmal ein ganz herzliches Dankeschön. Ebenso den Frauen, die uns immer wieder mit feinen Torten und Kuchen versorgen. Ohne sie könnte der eigentliche Seniorennachmittag nicht stattfinden.

Leider ist es aber so, dass trotz intensiver Überlegungen und Suche ich seit Jahren den Vorstand alleine führe. Das heißt: Programm, Kasse, Organisation usw. Nach so vielen Jahren sprudeln die Ideen nicht mehr so füllig und es fällt mir – vor allem auch aus gesundheitlichen Gründen – immer schwerer, dieses Amt so wie bisher weiterzuführen. Darum bitte ich Sie als Gemeindemitglieder von ganzem Herzen, sich zu überlegen, ob sich nicht doch jemand findet, der mich unterstützt. Da ich zur Zeit auch nicht auf lange Sicht planen kann, muss immer alles kurzfristig geschehen. Das ist auf Dauer nicht machbar.

Ich höre im Stillen, wie sie sagen, „so etwas kann ich nicht“. Das habe ich am Anfang auch gesagt. Aber man findet sich in alles. Es ist auch eine schöne Aufgabe, da mir von unseren Senioren viel Dankbarkeit und Zuneigung entgegenkommt. Darum fällt es mir auch schwer, einfach zu sagen: Ich höre nun auf. Mit einer tatkräftigen Unterstützung wäre es zumindest möglich, das Altenwerk weiterzuführen. Immer wieder heißt es auch, diese oder jener könnte das doch machen. Das sind aber wieder Leute, die schon mit vielen Ehrenämtern eingedeckt sind.

Geben Sie Ihrem Herzen einen Stoß, dass es auch im Jahr 2010 noch ein Altenwerk gibt in St. Peter und Paul in Litzelstetten, unseren älteren Leuten zuliebe.

Hannelore Huber

Aus dem Pfarrgemeinderat von St. Verena

Am 14. Oktober 2008 hat der Pfarrgemeinderat mir das Vertrauen ausgesprochen, die Nachfolge von Sepp Burgert im Vorsitz wahrzunehmen. So darf ich dieses Jahr einen Überblick über unsere Aktivitäten im Rat, aber auch der Gemeinde St. Verena geben.

Vorherrschendes Thema waren in diesem Jahr noch einmal die Pastoralen Leitlinien. Im ganzen Bistum werden hier je Gemeinde Visionen, Rahmenziele und Nahziele definiert und formuliert. Nach vielen Diskussionen in einer gemeinsamen Klausur mit den anderen beiden Pfarrgemeinderäten im kleinen Arbeitsteam, Vorstellung im Pfarrgemeinderat und der Zusammenführung mit unseren Kolleginnen und Kollegen von Litzelstetten und Dingelsdorf konnten wir im Juli unser Konzept dem Dekan zuschicken.
In seiner Antwort vom August hat er uns gratuliert, dass wir mit zu den ersten Gemeinden gehören, die dieses Konzept fertiggestellt haben. Unsere Ausarbeitung umfasst das gewünschte Spektrum. Gleichzeitig gab er uns ein paar Hinweise, wo wir ggf. noch etwas deutlicher in der Formulierung werden können. Damit wird deutlich, dass dies ein lebendes Konzept ist und sein muss.
Wer Interesse hat, kann die Leitlinien demnächst auf unserer Internetseite einsehen oder sich auch im Pfarrbüro oder bei mir melden. Gerne geben wir ein Exemplar weiter.

Da der Neujahrsempfang mit Ehrung für verdiente ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuletzt nicht den Zuspruch durch die Gemeinde fand, haben wir uns dieses Jahr eine neue Idee einfallen lassen. Im Anschluss an den Gottesdienst am 18.01.09 fand noch in der Kirche die Ehrung statt. Anschließend gab es einen kleinen Stehempfang aufgrund der Wetterbedingung unter der Empore.
So konnten viele Gemeindemitglieder erfahren, wer sich wo am Gemeindeleben engagiert. Denn nicht immer sind die vielfältigen Aktivitäten offensichtlich. Geehrt wurden dieses Jahr die Kirchenputzfrauen, der Besuchsdienst, Herr Raphael Leonhard für sein verschiedentliches Engagement vor allem für die Bewahrung der Gemeindegeschichte und Sepp Burgert für seine 13-jährige Tätigkeit als Pfarrgemeinderatsvorsitzender.
Grundsätzlich gab es viel Zuspruch zu dieser Form der Veranstaltung, so dass wir sie im nächsten Jahr fortsetzen werden. Lediglich den Zeitpunkt werden wir versuchen auf ein Datum zu legen, wo eher gutes Wetter zu erwarten ist, um den gemütlicheren Teil ggf. auch vor der Kirche machen zu können.

Das diesjährige Patrozinium war vor allem auch ein musikalisches „Event“, wie es heute gerne heißt. Den Festgottesdienst gestaltete unser Kirchenchor. Beim Pfarrfest in und um das Pfarrheim spielten erst die JuKa und dann die Erwachsenen des Musikvereins auf, mit den Village Singers standen wieder die Singstimmen im Vordergrund, ebenso wie bei den vom Kindergarten vorgebrachten Liedern. Den Abschluss bildete das Benefizkonzert zu Gunsten der Pfeifenorgel unter Leitung und mit Claudia von Tilzer. Dieses Konzert fand über unsere Kirchengemeinde hinaus einen breiten Zuspruch bei den Besuchern.
Aber auch die Messdiener, der Weltladen, der Kindergarten, das Büchereiteam und viele einzelne Helferinnen und Helfer unterstützten und gestalteten dieses Fest.

In der Fastenzeit fand wieder die ökumenische Bibelwoche statt. Das Veranstaltungskonzept wurde etwas verändert, um wieder mehr Teilnehmer für diesen guten und wichtigen Austausch zu gewinnen.
Zum Bergfest gab es unter anderem wieder einen ökumenischen Gottesdienst im Festzelt. Am 18.10. war der zweite mit Pfarrer Zimmermann in Wallhausen.
Und für den Herbst oder Anfang des nächsten Jahres ist wieder ein Treffen mit den evangelischen Kirchenräten von Wallhausen geplant.
Selbstkritisch sei angemerkt, dass wir sicherlich den Austausch und vor allem gemeinsame Aktionen mit unseren evangelischen Mitchristen noch mehr forcieren könnten. Hier müssen wir ggf. unsere Leitlinien noch konkreter formulieren.

In Vorbereitung sind die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen, die auf den 13./14. März 2010 terminiert sind. Eine wichtige Aufgabe für den nächsten Pfarrgemeinderat wird die Vorbereitung und Ausgestaltung eines gemeinsamen Pfarrgemeinderats für die gesamte Seelsorgeeinheit sein. Denn dies ist ab 2015 vorgesehen. Wir werden uns deshalb im November bereits durch den Referenten der Regionalstelle Herr Sailer und Vertretern von Pfarrgemeinden, die bereits so organisiert sind, informieren lassen. Mitglieder der Pfarrgemeinderäte von Dingelsdorf und Litzelstetten sind bei dieser Veranstaltung mit eingeladen. Erkenntnisse aus dieser Veranstaltung werden separat berichtet, da für den Pfarrbrief der Redaktionsschluss schon vorher war.
Wie bei anderen ehrenamtlichen Aufgaben sehen wir, dass es immer schwieriger wird, ausreichende Interessenten für eine solche Aufgabe zu finden. Andererseits ist es ein demokratisch gewähltes Gremium, was einerseits die hauptamtlichen Vertreter in Ihren Aufgaben unterstützt und andererseits die Interessen der Gemeinde bündelt und Kirche gestaltet. Wer sich für eine solche Arbeit interessiert ist herzlich eingeladen, sich auch selbstständig beim Wahlausschuss, der namentlich noch bekannt gegeben wird, oder im Pfarrbüro zu melden. Aber auch wenn Sie angesprochen werden, bitte ich Sie, sich offen für eine solche Mitarbeit zu zeigen und Ihre Bereitschaft für eine Kandidatur zu erklären. Denn es geht nicht darum, eine Liste voll zu bekommen, sondern die verschiedenen Gruppierungen/ Interessen in einem solchen Gremium präsent zu haben und unser Gemeindeleben aktiv zu gestalten.

Ich danke allen, ob sie im Vordergrund oder mehr im Hintergrund tätig waren/ sind, für die breite Unterstützung und Gestaltung des Gemeindelebens im vergangenen Jahr.

Dominik Ball
Oktober 2009

Bericht aus dem Gemeinsamen Ausschuss unserer Seelsorgeeinheit

Seit der Gründung unserer Seelsorgeeinheit im Jahre 2001 arbeiten die drei Teilgemeinden einer Seelsorgeeinheit im Gemeinsamen Ausschuss zusammen. Ihm gehören neben dem Pfarrer und dem Gemeindereferenten die ersten und zweiten Vorsitzenden der einzelnen Pfarrgemeinderäte an. Er arbeitet in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Pfarrgemeinderäten.

In etwa vierteljährlichen Treffen werden im Pfarrhaus Litzelstetten die gemeindeübergreifenden Themen und Anliegen beraten. Dies betrifft im Wesentlichen die Gottesdienstordnungen, die Vorbereitung der Sakramenten-Spendung, die Vorbereitung gemeinsamer Feste wie das jährlich rotierende Fronleichnamsfest.

Im Berichtszeitraum Oktober 2008 bis Oktober 2009 beschäftigte das Gremium weiterhin in beherrschendem Maße die Erstellung der Pastoralen Leitlinien. Schließlich stellt das Dokument das gesamte Arbeitsergebnis der Seelsorgeeinheit dar, in dem nicht nur die Ziele und Maßnahmen auf Gemeindeebene, sondern auch die auf der Seelsorgeebene zusammengefasst sind.

Im März 2009 war die Arbeit endlich abgeschlossen und wir konnten das Dokument als eine der ersten Seelsorgeeinheiten des Dekanats vorlegen. Inzwischen liegt auch die Genehmigung des Dekanats vor. Sie enthielt auch einige Anregungen für die Richtung der weiteren Entwicklung der Leitlinien.

Zunächst gilt es aber, die jetzigen Ziele und die ins Auge gefassten Maßnahmen umzusetzen. Dazu wird in den nächsten Jahren noch viel Detailarbeit zu leisten sein.

Weitere Themen waren die Vorbereitung der Firmung für die Seelsorgeeinheit, die am 16./17. Oktober durch Weihbischof Wehrle in Litzelstetten gespendet werden wird und die Vorschau auf die im kommenden März stattfindenden Neuwahlen der Pfarrgemeinderäte.

In der neuen Amtsperiode wird voraussichtlich die Stellung des Gemeinsamen Ausschusses zunehmen. Die Planungen auf Diözesanebene sehen nämlich vor, dass spätestens ab 2015 die örtlichen Pfarrgemeinderäte zu einem gemeinsamen Pfarrgemeinderat verschmolzen werden sollen.

Sepp Burgert
Oktober 2009

Bilder vom Patrozinium St. Peter und Paul

Bilder vom Festgottesdienst zum Patrozinium in Litzelstetten finden Sie in einer neuen Galerie.