Rückblick 2015

Aus dem ehemaligen Kloster St. Katharinen

Eine Spurensuche

In unserer Konstanzer Bodanrückgemeinde befand sich auch bis 1808 das Augustiner-Eremitinnenkloster St. Katharinen. Nur noch wenige spärliche Mauern und Hausreste von dem bedeutenden Klostergebäude sind dort vorhanden, in einem erbärmlichen Zustand, aber zum Teil jetzt denkmalgeschützt. Unsere Pfarrbrief-Chronik vom Jahr 2007 berichtet von Seite 50 bis 53 in einem Beitrag von Heribert Baumann über die Geschichte des Klostergebäudes.

Die wenig vorhandenen Kostbarkeiten der damaligen Klosterkirche sind anderswo zu finden. Mit Interesse machte ich mich auf die Suche von dem, was vom Kloster noch übrig blieb, zumal auch einer meiner bedeutenden Vorgänger, Prälat Martin Schleyer, und Pfarrmitglieder von St. Peter und Paul dort beim „Deklamationsfest“ 1883 in Gesang und Textbeiträgen in Deutsch und sogar in der Sprache „Volapük“ mitwirkten. Der am besten erhaltene Teil der Klosterkirche ist ein Seitenaltar mit der Darstellung der Heiligen Familie; er ist jetzt in der Josefskapelle Konstanz-Egg. Das Hochaltarbild mit Maria, Jesus und den Heiligen Drei Königen ist auch erhalten geblieben in der neu gestalteten Pfarrkirche St. Martin in Altnau/Schweiz. Das geschnitzte Gestühl der Klosterkirche kam in die Pfarrkirche St. Peter und Paul/Litzelstetten und ist jetzt da noch in den Seitenbänken vorhanden. Vermutlich aus St. Katharinen stammen auch zwei kostbar geschnitzte Holzscheiben, die in die Tür des Pfarrhauses von St. Peter und Paul/Litzelstetten eingefügt wurden. Mehr konnte ich nicht mehr auffindig machen.

Das Klosterareal gehört jetzt zur Mainau GmbH mit Mainauwald, Klettergarten und Biergarten, es wird gerne besucht von den Bewohnern der umliegenden Orte und von Gästen der Insel Mainau.

Bernd Zimmermann, Pfarrer

Bericht aus dem Kinderhaus St. Nikolaus

Anbau schafft Betreuungsplätze für 10 Kleinkinder

Mit großer Freude konnten wir im Februar dieses Jahres unseren Anbau in Betrieb nehmen. Für den Kindergarten Dingelsdorf bedeutete dies nicht nur eine räumliche Vergrößerung des Gebäudes um einen großen Bistrobereich und einen Mitarbeiterraum, sondern vor allem eine Erweiterung des Betreuungsangebotes durch eine Krippengruppe für 10 Kinder. Der Bedarf an Betreuungsplätzen im Kleinkindbereich in Konstanz deckte sich mit denen vor Ort, so waren wir schon seit der Eröffnung ausgelastet. Im Rahmen dieser Veränderung wurden wir dann auch zum „Katholischen Kinderhaus St. Nikolaus“ umbenannt, was das Spektrum der verschiedenen Angebotsformen unserer Einrichtung, insbesondere auch für die Außenbetrachtung, widerspiegeln soll.
Im Zuge der baulichen Erweiterung wurde auch der Außenbereich komplett umgestaltet, vergrößert und den veränderten Bedürfnissen angepasst.

Bei einer festlichen Inbetriebnahme des Trägers mit Vertretern der Stadt Konstanz, den Planern und Verantwortlichen der bauausführenden Firmen sowie der Eltern und einem Tag der offenen Tür mit Einweihung der neuen Räume durch unseren Herrn Pfarrer Bernd Zimmermann konnten wir uns dann im Frühjahr allen Interessierten öffnen und unser erweitertes Haus präsentieren.

Seit der ursprünglichen Eröffnung des Kindergartens im Jahre 1994 hat sich mittlerweile einiges geändert. Mit dem damaligen Neubau, seinerzeit für 2 Gruppen geplant und gebaut, konnte der Bedarf an Kindergartenplätzen für 50 Kinder in unserem Dorf ausreichend abgedeckt werden.

Im Laufe der Zeit hat sich der ursprüngliche Kindergarten ständig am Bedarf der Eltern orientiert und das Angebot entsprechend erweitert. Es gab zunächst verlängerte Öffnungszeiten, dann vereinzelt auch Ganztagesbetreuung
mit Mittagessen.

Im Jahr 2002 wurde durch eine bauliche Veränderung und Ausbauten im bestehenden Gebäude der Platz für eine weitere Kleingruppe von 15 Kindern geschaffen. Diese Kinder waren bis dahin im städtischen Kindergarten in unserer Mehrzweckhalle untergebracht.

Seit Mitte 2008 übernahm die Pfarrgemeinde zusätzlich die Trägerschaft für eine in der Mehrzweckhalle untergebrachte Spielgruppe die bis dahin vom Kinderschutzbund getragen wurde und aus organisatorischen Gründen sonst hätte aufgelöst werden müssen.

Seit 2007 ist unser Kindergarten zusammen mit der Dingelsdorfer Grundschule im Modellprojekt „Bildungshaus für 3 - bis 10 Jährige“. Dies ist ein auf 7 Jahre ausgelegtes Projekt des Kultusministeriums Baden Württemberg, an der nur eine sehr begrenzte Anzahl ausgesuchter Bildungseinrichtungen - also Kindergarten und Grundschule -im pädagogischen Verbund und unter wissenschaftlicher Begleitung seither sehr erfolgreich zusammenarbeiten. Das Projekt wurde nun um ein Jahr verlängert, die weitere Zukunft ist jedoch noch ungewiss, wobei alle hier vor Ort Beteiligten um eine Weiterführung sehr bestrebt sind.

Die Wandlung, die sich in den vergangenen 21 Jahren seit Bestehen unseres Kindergartens vollzogen hat, spiegelt sich auch in der Personalstärke wider. Waren es ursprünglich 4 Erzieherinnen, so sind es heute insgesamt deren 18, zuzüglich Reinigungskräfte, Hausmeister und Praktikanten.

Zusammen mit der Spielgruppe in der Mehrzweckhalle können wir insgesamt etwa 80 Betreuungsplätze unterschiedlichster Art anbieten, welche zur Zeit so gut wie alle belegt sind.
Wir alle, das Kinderhausteam, aber besonders auch die Kinder und deren Eltern, freuen uns jeden Tag aufs Neue, die nun bestehenden optimalen Möglichkeiten der Einrichtung zu nutzen und möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung und ihr Wohlwollen bedanken.
Gemäß dem Logo unserer Einrichtung soll dies ein Haus mit Kinder, ein Haus für Kinder sowie ein Haus von Kindern und somit ein lehrreicher und prägender Erlebnisraum für unsere Jüngsten sein.

Stephanie Diestmann und Britta Kaibach

Bericht aus dem Kinderhaus St. Peter und Paul

„Ein Haus für viele Kinder von 12 Monaten bis 6 Jahre“

Seit einigen Monaten ist nun Leben eingekehrt in die neuen, schönen Räume unseres Kinderhauses.
„ Alle Kinder unter einem Dach“ das heißt, dass in unserem traditionsreichen Haus nun eine Krippengruppe mit 10 Kinder im Alter zwischen 1 und 3 Jahren, eine Spielgruppe mit 10 Kinder im Alter zwischen 18 Monaten und 3 Jahren und die Kindergartengruppen mit 42 Kinder zwischen 2 und 6 Jahren einen Platz zum Lernen, Spielen, Forschen, Entdecken und um einfach Kind zu Sein gefunden haben. Im Zuge des Anbaus und unserer Philosophie wurde der Kindergarten in ein Kinderhaus umbenannt. Auch ein neues Logo, welches ein Kindergarten Papa, Herr Holzki von der Agentur für Kommunikation GbR. „Die üblichen Verdächtigen“ mit den Kindergartenkindern kostenfrei erarbeitet hat, schmückt nun den neuen Namen Kinderhaus St. Peter und Paul.

Der Anbau des Kindergartens der Bodanrückgemeinde hat viele großartige Möglichkeiten für unsere Arbeit geschaffen um die Themen und Bedürfnisse der Kinder aufzugreifen. Unser Haus wurde nun zu einer attraktiven Bildungseinrichtung bereits ab dem 1. Lebensjahr.

Mit ca. 62 Kinder sind wir mittlerweile im neuen Haus und den neuen Räumen gut angekommen und haben diese mit viel Leben, Freude, Phantasie und Ideen gefüllt. In unserer Ideenwerkstatt nehmen die Themen der Kinder mit Säge, Hammer, Bohrer und Akkuschrauber Gestalt an. Im Schlafzimmer findet außerhalb der Ruhezeit spannende Kleingruppenangebote wie Experimentieren mit Rasierschaum, Kinderkonferenzen, Forschungen, Kreativangebote, etc. statt. Der Duft nach Apfelkuchen, Apfelmus und viele weitere Leckereien gelangen durch die Küche über das BISTRO ins Haus. In der Krippe wird gerade im Sinnesraum anregende Materialen zum Riechen, Fühlen, Sehen, Schmecken und Tasten erforscht. So entsteht gerade aus unserem neuen Knetsand phantasievolle Skulpturen, in der Puppenecke wird fleißig das Familienleben gelebt, der Gruppenraum wird durch puzzeln, kneten, malen und basteln belebt und in der großzügigen Bauecke die ersten Häuser und Straßen erbaut. In der Turnhalle wird der neue Trapezbock mit seiner Leiter erklimmt, die uns der Elternbeirat durch die Spenden und Einnahmen der Eltern ermöglicht hat. In der Spielgruppe gehen die Tiere der Bauecke auf eine spannende Safari, in der Spielküche wird gekocht, gebacken und der „Haushalt“ erledigt, die großen Magnetstäbe und Kugeln werden zu einem Turm verbaut und die Musikinstrumente erfüllen das Haus mit ihren Klängen.

Der Auftrag und die Zusammenarbeit unserer Pfarrgemeinde liegen uns sehr am Herzen und der christliche Glaube findet eine lebendige Umsetzung in unserem Kinderhaus. Besonders gerne machen wir uns auf den Weg in unsere Kirche St. Peter und Paul, wo uns unser Pfarrer Herr Zimmermann stets herzlich willkommen heißt. Spannende Fragen der Kinder, sei es zu Fronleichnam, wo er uns den Tabernakel erklärt, oder uns das Erntedankfest anhand des festlichen geschmückten Altars näherbringt oder auch ein stets freudiges Erlebnis- der Besuch bei seiner Schildkrötenfamilie.

Wir hoffen sehr, die Kinder in ihrem wichtigen Lebensabschnitt auch in Zukunft begleiten zu dürfen, gestützt auf ein christliches Werteverständnis.

Das Kinderhausteam St. Peter und Paul

Bericht aus dem Kinderhaus St. Verena

Nach einer Bauzeit von fast zwei Jahren sind wir mit unseren vier Kindergartengruppen in der ersten Augustwoche wieder vom alten Schulhaus zurück in unser neues altes Haus gezogen. Im Juni waren bereits die beiden Kleinkindgruppen in ihren neuen Räumen angekommen. Wir haben uns sofort wohl gefühlt in den hellen großzügigen Räumen, die uns ideale Bedingungen bieten, um Kindern vielfältige Erfahrungsbereiche für ihre individuelle Entwicklung zu ermöglichen.

Das gelungene Raumkonzept verdanken wir zum einen der guten Zusammenarbeit mit Herrn Stegmann,  sodass bei der Planung des Hauses die Bedürfnisse der Kinder und MitarbeiterInnen im Mittelpunkt standen. Zum anderen haben auch die Eltern sich schon sehr früh aktiv in den Planungsprozess eingebracht und ihre Vorstellungen und Ideen formuliert.

Ein besonderes Erlebnis war der Segnungs-Gottesdienst mit Herrn Pfarrer Zimmermann in unserem neuen Bewegungsraum. Unter dem Thema „Wie unter einem Hut geh ich mit Gottes Segen“ haben wir Gottes Segen für unser neues Haus, die Kinder, Eltern und Mitarbeiter erbeten sowie für alle, die dieses Haus ermöglicht und gebaut haben. Anschließend hat Pfarrer Zimmermann im Beisein der Kinder alle Räume des Hauses gesegnet. Dabei haben die Kinder immer wieder eigene Anliegen und Segenswünsche geäußert. Auch für unsere Rennmäuse haben sie sich den Segen gewünscht. Es war für uns alle eine sehr bewegende Feier.

Am 24. Oktober wurde das Haus mit ca. 150 geladenen Gästen feierlich eröffnet. Neben den Grußworten von Bürgermeister Dr. Osner, Pfarrer Zimmermann, Ortvorsteher Tscheulin, Frau Dr. Melsbach-Kiefer (Pfarrgemeinderätin), Thomas Stegmann (Leiter Hochbau- und Liegenschaftsamt) und Frau Diez-Prida (Elternbeiratsvorsitzende) haben die Kinder durch verschiedene Beiträge dieses Fest bereichert.

Martina Rock-Jerg (Leiterin)